Projekte 2017

Arbeiten mit Wiener Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zur Unterstützung von gewaltbetroffenen älteren Frauen

Projektträger: Verein AÖF- Autonome österreichische Frauenhäuser.

AÖF wurde 1988 gegründet, um die Prävention von Gewalt an Frauen und Kindern in der Familie zu forcieren und die Kooperation verschiedener Institutionen zu fördern. Der Verein betreibt eine Informationsstelle und eine telefonische Helpline und führt auch Sensibilisierungs- und Fortbildungsprojekte durch.

Das vorliegende Projekt hat das Ziel, MitarbeiterInnen im Wiener Pflege- und Gesundheitssystem zu schulen, um besonders ältere Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, effektiver unterstützen zu können. Die MitarbeiterInnen in Wiener Spitälern sollen für dieses Thema sensibilisiert werden, damit sie Gewalt an diesen Frauen erkennen und ihnen bei Verdacht helfen können. Sie sollen Know-how und wichtige Informationen bekommen, um sie an betroffene Frauen weiterzugeben. Gerade ältere Frauen sind oft armutsgefährdet. Sie bekommen geringe Pensionen und sind dadurch häufig besonders stark von Partner und Familie abhängig. Die Erfahrung zeigt jedoch, je stärker die finanzielle Abhängigkeit ist, desto stärker ist auch die Gewalt-Gefährdung. Im Fokus steht bei diesem Projekt häusliche und familiäre Gewalt durch betreuende Angehörige.

Antrag: 1 Tages-Seminar in einem Spital kostet ca. 500 Euro- für 2 Trainerinnen, Materialien sowie Vor-und Nachbereitung und PR-Arbeit. Je nach Höhe der Unterstützung durch das Wiener Spendenparlament können mehrere Seminare durchgeführt werden.

Zur AÖF-Homepage

 

 

Macondo goes OpenSchool

Projektträger: Basis Zinnergasse/Diakonie Flüchtlingsdienst

Die in der Basis Zinnergasse lebenden Kinder und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien sind durch die räumliche Abgeschiedenheit von Partizipation und Kontakten mit der Mehrheitsgesellschaft weitgehend abgeschnitten. Sie sind jedoch sehr wissbegierig und wollen Informationen.

In Zusammenarbeit mit KünstlerInnenkollektiven und dem Verein poika sollen Workshops angeboten werden, die sowohl für eine sinnvolle Freizeitgestaltung sorgen als auch die Integration fördern.

Die gendersensiblen Mädchen- und Bubenworkshops des Vereins poika setzen sich mit Männlichkeit(en) und Weiblichkeit(en) und Gewaltprävention auseinander. Es sollen damit Vorurteile abgebaut und Rollenbilder hinterfragt werden. Die Workshops der KünstlerInnenkollektive machen Angebote für kreative Freizeitbeschäftigung, teilweise gemeinsam mit den Erwachsenen.

Mit der Unterstützung durch das Wiener Spendenparlament sollen die Workshops finanziert werden.

Antrag: € 3.000,–

Zur Homepage des Vereins poika 

 

 

 Adaptierung von zwei barrierefreien Räumen

Projektträger: Verein für die Barrierefreiheit in der Kunst, im Alltag, im Denken

Das Projekt steht für ein barrierefreies, inklusives Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen, unterschiedlichen Privilegien. Die Realisierung der Projektidee – Umverteilung und solidarisches Miteinander – erfolgt aufgrund der unterschiedlichen, je individuellen Möglichkeiten, finanzielle und persönliche Ressourcen einzubringen. Es wurde eine Form des Zusammenlebens entwickelt, das gemeinsames Tun bei gleichzeitiger Beachtung aller Unterschiedlichkeiten und Einschränkungen ermöglicht. Es leben derzeit Menschen zwischen 10 und über 50 Jahren in diesem Haus, mit oder ohne Beeinträchtigungen, sie unterstützen einander solidarisch, teilen ihre Ressourcen. Das mehrstöckige Gebäude wurde mit sehr viel Eigenleistung renoviert, umgebaut und adaptiert; es gibt auch einen Hof/Garten, der dank einer Kampagne von respekt.net insbesondere als Spielplatz für die Kinder gestaltet werden konnte.

Mit der finanziellen Unterstützung durch das Spendenparlament soll ein großer Raum im Erdgeschoss in zwei kleinere Räume umgebaut werden, um eine flexiblere, effizientere Nutzung für unterschiedliche Zwecke zu ermöglichen; d.h. es muss eine Wand aufgestellt werden, Heizkörper müssen montiert werden etc.

Antrag: € 3.500,– 

Zum Blog des Vereins

 

Lern-LEO – Nachhaltiges Lernen für Kinder und Jugendliche

Projektträger: Arbeiter-Samariterbund-Wien

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren aus sozial benachteiligten Familien erhalten kostenlose Hausaufgaben- und Lernunterstützung. Das Projekt beschränkt sich auf maximal 40 Kinder/Jugendliche, so dass mit den vorhandenen Kapazitäten auch wirklich gut gearbeitet werden kann. Es wird Wert auf eine kontinuierliche Unterstützung gelegt, die SchülerInnen können von der Volksschule weg begleitet werden, in die Neue Mittelschule oder auch ins Gymnasium. Es wird  bedarfsorientiert und spielerisch gelernt, gemeinsam gelesen usw. Für die Größeren stehen einige Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Wichtiger Teil des Nachmittags ist die gute, gesunde Jause. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und 10-15 Ehrenamtliche stehen zur Verfügung.

Ein finanzieller Zuschuss seitens des Wiener Spendenparlaments sollte zwei ganz große Wünsche der Kinder/Jugendlichen erfüllen: die Kleineren möchten gerne einmal in einen der beliebten Indoor-Spielplätze gehen; die größeren wünschen sich einen Besuch in einer Kletterhalle. Beides ist ohne Unterstützung finanziell von den Familien nicht leistbar.

Antrag: € 2.500,–

Information zum Lern-LEO auf der Homepage des ASB

 

 

Wohnungen für Alleinerziehende – aber sicher!

Projektträger: JUNO – Verein zur Unterstützung Getrennt- und Alleinerziehender

Der Verein arbeitet auf verschiedenen Ebenen darauf hin, Alleinerziehenden günstigen Wohnraum zu vermitteln und hat schon mehrere Projekte entwickelt. Derzeit baut der Verein JUNO eine Wohngemeinschafts-Börse auf, deren Ziel es ist, eine Plattform für Alleinerziehenden-Wohngemeinschaften zu gründen. Diese Wohnform kann zum einen die finanzielle Belastung reduzieren, ermöglicht aber auch gegenseitige Unterstützung durch die WohnpartnerInnen.

2018 wird sich JUNO auf die Betreuung von mindestens 20 Ein-Eltern-Familien konzentrieren und übernimmt:

  1. die Vermittlungsrolle
  2. die Begleitung im Prozess der WohnpartnerInnen-Wahl
  3. die Einwohnphasen-Unterstützung nach dem Einzug durch verschiedene Angebote, damit das gemeinschaftliche Zusammenleben für alle einen möglichst hohen Mehrwert hat (Coaching und Konfliktmoderation).

Die finanzielle Unterstützung durch das Wiener Spendenparlament soll für die Vermittlung von Wohngemeinschaften und deren Begleitung in der Einwohnphase verwendet werden.

Antrag: € 3.000,–

Zur Homepage von JUNO

 

 

Art & Mind-Kunstatelier

Projektträger: DAS BÜNDNIS für Menschenrechte & Zivilcourage gegen Diskriminierung und Extremismus

Das Projekt will in einem 10-wöchigen Kurs mit verschiedenen Modulen (Kunstgeschichte, Bildbeschreibung, Wortschatzübungen, eigene Produktion) und einer abschließenden Ausstellung Kunst und Kultur als einen lebendigen Teil unseres Alltags vermitteln und den TeilnehmerInnen eine niederschwellige Partizipation ermöglichen.

Der Kurs ist gedacht für Menschen aus sozioökonomisch schwachen Familien, MigrantInnen, Menschen mit Fluchterfahrung und Personen aus diversen ethnischen Communitys, die in unserer Gesellschaft sowohl als „KonsumentInnen“ von Kunst, als auch als „ProduzentInnen“ von Kunst und Kultur sehr unterrepräsentiert sind.

Mit der finanziellen Unterstützung durch das Wiener Spendenparlament soll die Projektleitung finanziert werden.

Zur Homepage des Bündnis

Projekte 2016

Frauenkreis zur Integration der Mütter in das Oma/Opa Projekt

Projektträger: Verein NL 40

Der Verein NL 40 möchte im Rahmen seines OMA/OPA-Projekts – Lernhilfe für Kinder, vorwiegend mit Migrationshintergrund – nun einen Frauenkreis zur Integration der Mütter dieser Kinder initiieren. Um die Kinder kümmern sich vor allem die Mütter, die sprechen aber meist schlecht Deutsch, sind zurückhaltend, oft schüchtern und haben auch häufig kaum eine Schulbildung. Diese Frauen sollen im „Frauenkreis“ mit den Seniorinnen die Möglichkeit erhalten, sich auszutauschen, besser Deutsch zu lernen, andere Frauen kennen zu lernen. Integration soll auf persönlicher, sozialer, gesellschaftlicher Ebene gefördert werden. Dabei werden verschiedenste Mittel und Methoden angewendet. Die Frauen/Mütter können ihr Selbstvertrauen stärken und in einer entspannten Atmosphäre mit anderen Frauen, auch aus anderen Kulturen und mit den Seniorinnen aus dem Lernprojekt, Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede kennen lernen und insgesamt in ihrer Lebenssituation gestärkt werden. Das Projekt erhält 2.890 Euro vom Wiener Spendenparlament.

Zur Homepage des Vereins NL 40

 

 

Krankenversicherung für mittellose ältere Menschen in Wien

Projektträger: Vinzenzgemeinschaft St. Martin

Mehrere namentlich genannte Männer leben schon längere Zeit im „Vinzibett“, einem Haus für Obdachlose in der Ottakringerstraße. Sie sind nicht anspruchsberechtigt, mittellos und krank. Eine freiwillige Krankenversicherung würde eine wesentliche Verbesserung der ärztlichen Versorgung, insbesondere vor allem auch Krankenhausaufenthalte ermöglichen. Das Projekt erhält 3.000 Euro bei der diesjährigen Parlamentssitzung von den anwesenden SpenderInnen zugesprochen.

Zur Homepage der Vinzenzgemeinschaft St. Martin

 

 

Kontaktepool Wien – Lernhilfe

Projektträger: Verein Station Wien

Das Projekt unterstützt zugewanderte Menschen in Österreich und hilft ihnen durch persönliche Unterstützung. Ehrenamtliche Mitarbeiter von Kontaktepool gehen direkt in die Familien und geben vor allem Kindern Nachhilfe und übernehmen Buddy-Dienste.
Die psychische Belastung der Ehrenamtlichen ist enorm, da die Lernhelfenden mit den traumatischen Erlebnissen der betreuten Familien sowie deren prekären Lebensbedingungen in Österreich konfrontiert sind. Um deren wichtige Arbeit zu unterstützen, möchte Kontaktepool 8 kostenlose Workshops finanzieren, sowie einen Pool von 15 Stunden „Supervision und Mediation“ anlegen, um die Qualität der ehrenamtlichen Tätigkeit zu steigern. Das Projekt erhält 2.660 Euro.

Zur Homepage des Projekts „Kontaktepool“

 

 

Ausbildung der Ehrenamtlichen im Kinderhospiz Netz

Projektträger: Kinderhospiz Netz

Ein mobiles multi-professionelles Palliativteam und Ehrenamtliche kümmern sich sowohl um das kranke Kind, begleiten und entlasten aber auch Eltern und Geschwister ab der Diagnose bis über den Tod des Kindes hinaus. Ab Jänner 2017 soll ein Kurs die neuen Ehrenamtlichen auf ihre Tätigkeit vorbereiten. Angeboten werden ein Theorie- und ein Selbsterfahrungsblock zu Tod, Trauer, Pflege und Geschwisterbegleitung. Dazu kommt noch ein umfassendes Praktikum außerhalb des Kinderhospizes und viermal pro Jahr Supervision für die schon jetzt tätigen Ehrenamtlichen. Diese Vorhaben werden mit 2.700 Euro unterstützt.

Zur Homepage des Kinderhospiz Netz

 

 

Unabhängige Rechtsberatung – Beratung im Dublinverfahren

Projektträger: Verein Projekt Integrationshaus

Mittellose, von Dublin-Rückführung bedrohte Asylwerber sollen eine engagierte, unabhängige Rechtshilfe erhalten, die durch die staatliche Rechtsberatung in vielen Fällen nicht gewährleistet wird. Auch ist eine Vorbereitung und Begleitung zur Einvernahme von staatlicher Seite grundsätzlich nicht vorgesehen. Und gegen negative Bescheide werden oft keine Rechtsmittel eingebracht. Das ist für Laien ohne Hilfe eines Juristen nicht möglich.
Unterstützt werden in erster Linie besonders Schutzbedürftige wie z. B. unbegleitete Minderjährige, Familien mit Kleinkindern und Schwangere. Es soll verhindert werden, dass Familien zerrissen werden. Das Projekt erhält 2.000 Euro aus den verfügbaren Spendenmitteln.

Zur Homepage des Integrationshaus

 

 

Empowerment für Frauen in kritischen Lebenssituationen

Projektträger: Verein KASSANDRA

Kassandra ist eine Frauen- und Familienberatungsstelle mit den Schwerpunkten psychosoziale Beratung, Rechts- und Familienberatung. Die Mitarbeiterinnen stellen mehr und mehr fest, dass es in Mödling eine wachsende Zahl von Frauen gibt, die von Armut bedroht oder schon betroffen sind. Insbesondere bei vielen älteren Frauen kommt es zu Isolation, Einsamkeit, zum Rückzug aus sozialen Beziehungen. Es soll nun eine offene, fortlaufende Empowerment-Gruppe für diese Frauen angeboten werden. In dieser Gruppe sollen Frauen ihre Ressourcen aktivieren bzw. stärken, um Wege aus der Isolation zu finden und ihre Lebenssituation zu verbessern. Armut und Armutsgefährdung werden in einer Kleinstadt besonders tabuisiert, die Nicht-Teilhabe an den gesellschaftlichen Aktivitäten steigt und führt zu psychischen und physischen Problemen. Die Gruppe soll ausdrücklich dieses Thema aufgreifen und diesen Frauen einen Platz für soziale Kontakte und den Austausch mit von ähnlichen Problemen betroffenen Frauen ermöglichen. Das sollte zu konkreter Unterstützung führen. Die Gruppe wird von einer Fachfrau angeleitet. Für das Projekt gibt es eine Unterstützung von 2.240 Euro.

Zur Homepage der Frauen- und Familienberatungsstelle Kassandra