Projekte 2015

2015_Kinderhospiz Netz_Web_Foto Ivan DokicMobiles Kinderhospiz Netz
Projektträger: Kinderhospiz Netz

Kindern mit lebensverkürzender Erkrankung wird durch das Mobile Kinderhospiz Netz ermöglicht, im Familienverband ihre verbleibende Lebenszeit so autonom, würdevoll und angenehm wie möglich zu gestalten. Geplant ist außerdem ein Tageshospiz, in dem die Kinder, je nach Bedarf, stundenweise bleiben können und Therapien bekommen. Die Leistungen dieser Einrichtungen sind nicht im Regelgesundheitssystem verankert. Das Projekt erhält 3.790 Euro.

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Besuchsbericht „Geschwistergruppe des Kinderhospiz Netz“

 

 

2015_Sozialberatung für Flüchtlinge_Web_Foto Ivan DokicSozialberatung für Flüchtlinge und MigrantInnen
Projektträger: Station Wien

Die Station Wien bietet niederschwellige Erstberatung für hilfesuchende Flüchtlinge und MigrantInnen aus dem Grätzel, sowie seit 3 Jahren mobile Sozialberatung für Frauen in Basisbildungskursen. Die Probleme der Zielgruppe liegen besonders in den Bereichen Einkommensarmut, soziale Ausgrenzung, Wohnen, Schulden, alle Fragen von Arbeit, Bildung, Sozial- bzw. Familienleistungen, Kinderbetreuung sowie Gesundheit, ebenso aufenthaltsrechtliche Fragen oder auch Schutz vor familiärer Gewalt.

Eine wichtige Aufgabe von Station Wien ist es, die Hilfesuchenden an relevante andere Einrichtungen effizient weiterzuleiten. Der bereits bestehende Kontakt zur Zielgruppe soll intensiver genutzt werden. Derzeit findet die Beratung auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch sowie mit vereinsinternen DolmetscherInnen auf Arabisch, BKS, Polnisch und Türkisch (sowie im Einzelfall auf Anfrage auch in anderen Sprachen) statt. Das Projekt erhält 2.320 Euro.

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Besuchsbericht „StationWien“

 

 

2015_HappyThankYouMorePlease_Web_Foto Ivan Dokic„Happy.ThankYou.MorePlease!!“

ist eine private Initiative freiwilliger HelferInnen, die Flüchtlinge mit dem Nötigsten erstversorgen, aber auch die langfristige Unterbringung organisieren und die Integration fördern.

Es wurde bereits ein professionelles Bestellsystem eingeführt, um die konkreten Bedürfnisse der Flüchtlinge in den Erstaufnahmezentren mit Spenden tagesaktuell abzudecken.  Das Projekt erhält 2.350 Euro.

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Besuchsbericht „Happy.ThankYou.MorePlease!!“

 

 

2015_Flüchtlinge Willkommen_Web_Foto Ivan Dokic„Flüchtlinge willkommen“
Projektträger: Bildungsinitiative Österreich – Vielmehr für Alle

Das Projekt hat die Integration von geflüchteten Menschen in die österreichische Gesellschaft zum Ziel. Diese soll erreicht werden durch: Akquisition und Vermittlung von Flüchtlingen in Wohngemeinschaften und Privatquartieren, Vermittlung von PatInnen zur Unterstützung bei Behördengängen und Erleichterung der Integration. Bisher konnten bereits 111 Flüchtlinge in Privatquartiere vermittelt werden.

Weitere Aufgaben des Projektes: Unterstützung von WGs und Privatpersonen, die Flüchtlinge aufnehmen, beim Aufbringen der Miete, Öffentlichkeitsarbeit, und Koordination der ehrenamtlichen  MitarbeiterInnen. Das Projekt erhält 2.040 Euro.

Zur Homepage von Flüchtlinge Willkommen

 

 

2015_Sospeso_Web_Foto Ivan DokicSOSPESO – Bo(h)nuskaffee
Privatinitiative von Vera Hinterdorfer

Die Idee besticht durch ihre Einfachheit: Ein Gast in einem Kaffeehaus trinkt einen Kaffee, bezahlt aber zwei.

Damit kann ein armutsgefährdeter Mensch ihn in Anspruch nehmen und am Gesellschaftsleben teilhaben: diskret und einfach. Die teilnehmenden Lokale sind gekennzeichnet und das Personal instruiert. Das Projekt erhält 2.420 Euro.

Zur Homepage von SOSPESO Bohnuskaffee

 

 

 

2015_Ehe ohne Grenzen_Web_Foto Ivan DokicHintergrundbericht über die Situation binationaler Paare in Österreich
Projektträger: Verein Ehe ohne Grenzen – EOG

Binationale Paare sind, wenn einer der beiden Drittstaatsangehöriger ist, durch die geltenden Fremdenrechtsbestimmungen gegenüber österreichischen Paaren und Lebensgemeinschaften benachteiligt, was u.a. zur Trennung von Familien und Paaren führt und Frauen zu armutsgefährdeten Alleinerzieherinnen macht.

Der Verein plant daher einen umfassenden Bericht über die Situation binationaler Paare in Österreich, basierend auf Internet- und Literatur-Recherche, selbst erhobenen Statistiken, Umfragen im Rahmen der Beratungsgespräche, ExpertInnen-Interviews aus unterschiedlichen Bereichen.

Der Hintergrundbericht dient der Wissensvermittlung, der Bewußtseinsbildung und der Sensibilisierung. Außerdem soll er als Untermauerung für politische Forderungen eingesetzt werden. Das Projekt erhält 2.140 Euro.

Zur Homepage von Ehe ohne Grenzen

 

 

Projekte 2014

 

2014_Spendenparlament_Prosa_DSC_3417_webPROSA – Projekt Schule für alle
Träger: Verein Bildungsinitiative Österreich – viel mehr für Alle
„Projekt Schule für alle“ bietet seit Oktober 2012 jungen Flüchtlingen ab 16 Jahren, die vom Pflichtschul-Bildungssystem ausgeschlossen sind, Vorbereitungsunterricht auf die Pflichtschulabschlussprüfung an. Insgesamt werden täglich über 40 SchülerInnen unterrichtet. Der Unterricht findet nachmittags im BG Rahlgasse statt. Es werden ebenso ein Chor, eine Theatergruppe, ein Fußballteam sowie ein Frauentanzkurs angeboten. Das Projekt erhält € 3 330.–

Besuchsbericht „PROSA“

 

 

OMA/OPA PROJEKT
Träger: NL40- Verein zur Förderung des Menschen in seinem Bedürfnis nach Gesundheit, Kommunikation, Integration sowie Kunst und Kultur.
Das Projekt bietet psychologische Betreuung und Lernhilfe für sozial und bildungsmäßig benachteiligte Kinder und Jugendliche. Es wird im Eins-zu-Eins-Verhältnis zwischen SeniorInnen und Kindern/Jugendlichen gearbeitet. Auf die Sprachförderung wird besonderer Wert gelegt.
Für Kinder mit auffälligen Problemen infolge von Traumatisierung nach Kriegs-, Flucht- und Gewalterfahrungen, Essstörungen, ADHS wird eine Therapie mit einer Tonfeldtherapeutin angeboten.
Unterstützung: Das Projekt erhält € 2 410.— für die therapeutische Betreuung von 8-10 Kindern mit der Methode „Arbeit am Tonfeld“

Besuchsbericht „Oma/Opa Projekt“

 

 

Erstausstattung von Startwohnungen für syrische Flüchtlinge aus dem humanitären Aufnahmeprogramm
Träger: Diakonie Flüchtlingsdienst
In Kaiserebersdorf (Basis Zinnergasse) sollen bis Ende 2014 ca. 30 derzeit noch unmöblierte Wohnungen für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge u.a. aus Syrien vergeben werden. Es sind Integrationsstartwohnungen für von der UNHCR ausgewählte Flüchtlinge.
Unterstützung: € 2 560.– für Basisausstattung

Besuchsbericht „Macondo“

 

 

2014_Spendenparlament_Romano_Centro_DSC_3429_webRomano Centro
Träger: Verein Romano Centro
Der Verein besteht seit 1991. Ziel seiner Tätigkeit ist die Verbesserung der Lebenssituation der Roma in Österreich, der Kampf gegen Diskriminierung und die Förderung der Kulturen von Roma und Sinti.
Angeboten wird Beratung durch eine Sozialarbeiterin in Wohnungs- und Arbeitsfragen, familiären und schulischen Angelegenheiten, Begleitung zu Behörden etc. Das Projekt erhält € 2 820.–

Besuchsbericht „Romano Centro“

 

 

2014_Spendenparlament_Integrationshaus_DSC_3432_webDeutschkurse für AsylwerberInnen im Integrationshaus
Träger: Verein Projekt Integrationshaus
Das Integrationshaus bietet mehrere, parallel laufende intensive Kurse auf unterschiedlichen Sprachniveaus an, die ausschließlich von Spendengeldern finanziert werden. Diese Kurse kommen Menschen zugute, die vom Arbeitsmarkt und diversen Ausbildungsprogrammen ausgeschlossen sind.
Es werden in Wien keine Sprachkurse für AsylwerberInnen von Seiten der öffentlichen Hand finanziert. Die TeilnehmerInnen möchten durch den Erwerb besserer Deutschkenntnisse „die Zeit sinnvoll nützen“, „die eigenen Probleme selber lösen können“, „ein Zertifikat für das Asylverfahren oder die Aufenthaltsberechtigung erhalten“. Die Kurse sind sehr gefragt. Geplant ist auch ein Kurs für 16 – 17-Jährige, die Deutschkenntnisse für die Schule brauchen.

 

 

 

Projekte 2013

 

Du bist uns wichtig (Geschwistergruppe)
Projektträger: Kinderhospiz Netz
Geschwister von unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen haben es nicht leicht. Die gesamte Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Pflege des schwer erkrankten Familienmitglieds, sodass die Geschwister auf sich alleine gestellt sind und statt Kind sein zu können, Verantwortung und Pflege übernehmen müssen. Die meisten dieser Familien haben Migrationshintergrund und sind armutsgefährdet.

Der Verein Kinderhospiz Netz bietet seit 2013 ein fixes monatliches Programm von Ausflügen, Wanderungen, Sport, Spielnachmittagen an. Diese Treffen sollen Geschwisterkinder und Eltern zumindest einen Tag lang aus dem belastenden Alltag herausholen, damit sie auch unbeschwerte Stunden erleben und sich mit- und untereinander austauschen können. Die vom Verein Kinderhospiz Netz betreuten Geschwisterkinder sind zwischen 6 und 11 Jahre alt. Sie werden von einer Kindergartenpädagogin und Ehrenamtlichen betreut. Der Verein wird fast ausschließlich durch Spenden finanziert. Unterstützung: € 2 500,- für Freizeitaktivitäten der Geschwistergruppe.

Besuchsbericht „Geschwistergruppe“

 

 

2014-06_Gemeinsam in einem Boot_31_webGemeinsam in einem Boot
Projektträger: Verein Roots
Acht jugendliche Asylwerber verbringen mit acht österreichischen Jugendlichen Zeit in der Natur in einem Outdoor-Camp am Waldrand mit Zelten und einer Kochstelle. Freiwillig verzichten sie auf ihre Handys, es gibt auch keinen Strom. Die Jugendlichen sind selbst verantwortlich für sich und die Gruppe und entscheiden gemeinsam, wer welche Arbeit verrichtet (kochen, Brennholz besorgen etc.). Tagsüber gibt es die Möglichkeit zu wandern, zu schwimmen, zu klettern und am Abend ist Zeit für Gespräche und Diskussionen am Lagerfeuer.

Das Camp bietet österreichischen Jugendlichen und jugendlichen Asylwerbern, die schon viel Schweres erlebt haben und jetzt am Rande unserer Gesellschaft leben, die Möglichkeit, einander auf Augenhöhe zu begegnen. Die Projektbetreuer kooperieren mit dem BORG 3, dem Erich Fried Gymnasium, der Caritas und dem Integrationshaus. Unterstützung:  € 2 580.–

Einige Impressionen vom Camp

 

 

Muttersprachliche Begleitung von migrantischen Familien
Projektträger: Verein NACHBARINNEN
NACHBARINNEN ist eine Privatinitiative von drei Frauen mit Sitz in der Bassena am Schöpfwerk. In einem eigens dafür entwickelten Lehrgang werden Frauen mit verschiedenen Muttersprachen (Türkisch, Kurdisch, Arabisch, Tschetschenisch, Suaheli) zu mobilen Assistentinnen ausgebildet. 16 Frauen besuchen seit Februar 2013 diesen Lehrgang. Die NACHBARINNEN werden ausgebildet, um zugezogene Familien in Fragen der Kindererziehung, in Gesundheitsfragen und sonstigen sozialen Belangen zu beraten und sie dabei zu unterstützen, die bestehenden Einrichtungen der Stadt Wien in Anspruch zu nehmen. Dort wo die klassische Sozialarbeit oft versagt – durch die Unkenntnis der Muttersprache oder spezifischer Traditionen etc. – verfolgen die NACHBARINNEN das Ziel, benachteiligte Gruppen in ein stabiles soziales Umfeld einzubetten.
Das Angebot wird dort gemacht, wo Zuwandererfamilien in großer Zahl und häufig sehr zurückgezogen leben – insbesondere die Frauen. Diese werden auch motiviert, Deutschkurse zu besuchen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der Kinder beim Schulabschluss.  Zu diesem Zweck wird ein qualifiziertes Lernhilfesystem aufgebaut. Unterstützung: € 2 650.–

Besuchsbericht „Nachbarinnen“

 

 

2014_Vinziport_Kochgruppe_DSCN3505_webVinziPort – EU-Bürger sind willkommen
Projektträger: Vinzenzgemeinschaft Sankt Benedikt
In der Wiener Notschlafstelle VinziPort finden jede Nacht rund 75 obdachlose Menschen ein kleines Zuhause. Die Übernachtungsgäste sind EU-Bürger, die kaum Chancen auf eine Unterbringung in anderen sozialen Einrichtungen haben. Für das neu zu adaptierende Haus Rennweg 89A wird ein großer Herd benötigt, damit täglich ein warmes Abendessen für die wohnungslosen Gäste bereitet werden kann.
Unterstützung: € 2 540.–

Besuchsbericht „VinziPort“

 

 

Initiative gegen Armut und Ausgrenzung bei anerkannten Flüchtlingen
Projektträger: Verein HEMAYAT Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende
Das Projekt Hemayat bietet für Folter- und Kriegsüberlebende Psychotherapie an. Hierfür arbeiten TherapeutInnen und DolmetscherInn zu äußerst geringen Sätzen. Ziel von Hemayat ist es, den psychischen Zustand der KlientInnen zu stabilisieren und ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Die Möglichkeit, Gewalterfahrungen zu verarbeiten, soll zu besserer Konzentrations- und Lernfähigkeit führen und so die Entwicklung von Hoffnung und Zukunftsperspektiven begünstigen. Dadurch soll es den KlientInnen möglich werden, am sozialen und kulturellen Leben in Österreich teilzuhaben und einer geregelten Arbeit nachzugehen. Im Projektjahr 2012 konnten 692 Menschen aus 46 unterschiedlichen Herkunftsländern betreut werden, davon waren ca. 20% anerkannte Flüchtlinge. Für Hemayat arbeiten 2 PsychologInnen, 25 PsychotherapeutInnen und 3 ÄrztInnen. Unterstützung: € 3.280,–

Besuchsbericht „Hemayat“

 

 

Projekte 2012

2010_Login_teambuilding_event_webPflanz dir was! Urbanes Gärtnern als soziale Intervention
Der Verein LOGIN realisiert seit 2002 unterschiedliche Projekte im Bereich sozialer Netzwerkintervention für Menschen in gesellschaftlichen Randlagen, z.B. Drogenabhängige nach Behandlung, Langzeitarbeitslose, MigrantInnen. Die Arbeit zielt darauf ab, Menschen in ihrer Eigeninitiative zu unterstützen und zu vernetzen. Zielsetzung ist die Förderung von Gesundheit im Sinne von psychischer und sozialer Stabilisierung, Strukturierung des Alltags und einer Verbesserung der Entwicklung von (Lebens-)perspektiven über aktivierende Angebote. Seit Herbst 2011 hat LOGIN ein Lokal (loginBase) im 15. Bezirk. Im Rahmen des Gartenprojekts wird eine ca. 40 Quadratmeter große Grünfläche im Innenhof mit Zustimmung der HauseigentümerInnen bepflanzt. Weiters werden auch die Fensterbänke und Innenräume der loginBase begrünt und belebt.
Die Umsetzung wird in einem selbstorganisierten Team unter fachlicher Anleitung einer Gartenpädagogin geschehen. Gemüse, Kräuter und Früchte werden in gemeinsamen Kochworkshops, – die loginBase verfügt über eine Küche-, verarbeitet. Eine Diätologin vermittelt dabei Wissenswertes zum Thema gesunde Ernährung.
Das Gartenprojekt bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit Selbstwirksamkeit zu erfahren und den Garten als Ort für tätiges Miteinander zu erleben. Der Verein Login erhält vom Wiener Spendenparlament 4.270€ als Unterstützung.

 

 

2012_Spendenparlament_Preisverleihung_02_IMG_2799_webDie erste Wiener Armutskonferenz
Das Wiener Armuts-Netzwerk ist eines von 5 regionalen Armuts-Netzwerken in Österreich. Es ist ein Zusammenschluss aus armutsbetroffenen Menschen, MitarbeiterInnen sozialer Organisationen, engagierten BürgerInnen und NGOs. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. Mindestsicherung und Wohnen. Im September fand ein Aktionstag unter dem Titel „Die lange Nacht der Wohnungslosen“ statt.
Es gibt in Wien zwar viele Initiativen, doch fehlt eine Gesamtsicht auf die Lebenssituation armutsbetroffener Menschen. Die Lösungsansätze sind nicht koordiniert, orientieren sich zu wenig an der Lebensrealität der Betroffenen und sind oft von Vorurteilen und Stigmatisierung geprägt.
Das Wiener Armuts-Netzwerk, bestehend aus einigen Vereinen (z.B. Wr. Hilfswerk, Wr. Sozialdienste, Dialog etc.), sucht um Förderung der ersten Wiener Armutskonferenz an. Diese diskutiert im Frühjahr 2013 im Rahmen einer zweitägigen Konferenz Handlungsansätze, die die Lebenssituation von Menschen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, verbessern soll. Armutsbetroffenen Menschen sowie NGOs soll hier eine Plattform gegeben werden. Die erste Wiener Armutskonferenz erhält vom Spendenparlament 4.080 € als Unterstützung.

 

 

2012_Spendenparlament_Preisverleihung_03_IMG_2797_webUnterstützung für Menschen im Niedriglohnsektor
CROSSLINK kümmert sich um die Bedürfnisse von MitarbeiterInnen im Niedriglohnsektor. Das Angebot umfasst betriebliche Sozialarbeit, Mediation, berufliches Coaching und individuelle Sprachtrainings.
MitarbeiterInnen können die Dienstleistung kostenlos, vertraulich und freiwillig in Anspruch nehmen. Das Angebot ist flexibel, bei Bedarf vor Ort im Unternehmen oder extern nach der Arbeitszeit.
„Wir sprechen bewusst die MitarbeiterInnenebene im Niedriglohnsektor (Reinigungs-, Gastro-, ProduktionsmitarbeiterInnen etc) an, da diese Personengruppe meist zur „working-poor“-Schicht gehört. Aus unserer langjährigen arbeitsmarktpolitischen praktischen Erfahrung wissen wir, dass auf dieser Ebene angesetzt werden muss, um präventiv Probleme zu bearbeiten, gegen Armutsgefährdung anzugehen, Kündigungen abzufedern etc. Die Investition, die Unternehmen in ihre MitarbeiterInnen tätigen, bedeutet: Minimierung von Fehlzeiten, erhöhe Motivation, gesündere MitarbeiterInnen, Vermeidung von Kündigungen.“ CROSSLINK erhält vom Spendenparlament 3.640€ als Unterstützung.

 

 

„Lernen mit leerem Bauch? – Geht nicht!“
9:30 Uhr: Erwartungsvoll stehen die Kinder jeden Tag um diese Zeit vor einem kleinen Tisch in ihrem Klassenzimmer im Sonderpädagogischen Zentrum, Wien 1220, Lorenz Kellnergasse.
leerer bauch_webAuf dem Tisch befinden sich Milch, Vollkornbrot, Butter, Honig, Cornflakes, Gemüse, Obst und Tee. Für fast alle der 6-14 Jährigen ist das die erste Mahlzeit, nachdem sie morgens aufgestanden sind. Das Projekt der Stadtdiakonie Wien „Lernen mit leerem Bauch? – geht nicht!“ begann vor einem Jahr in der Kooperativen Mittelschule Brüßlgasse, in Wien 1160. Den LehrerInnen war aufgefallen, dass immer mehr Kinder ohne Frühstück und ohne Geld, um sich mittags etwas zum Essen kaufen zu können, in die Schule kamen. Oft sind die Eltern wegen ihrer schwierigen sozialen und psychischen Situation nicht mehr in der Lage, ihre Kinder ausreichend zu versorgen.
Ein unhaltbarer Zustand befand die Stadtdiakonie Wien und organisierte über Spenden den Ankauf von gesunden Nahrungsmitteln. Ziel des Projektes: Jedes Kind soll täglich eine Mahlzeit bekommen, um satt zu werden. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sollen den Umgang mit Lebensmitteln, Tisch decken, abwaschen lernen und die Erfahrung machen, dass gemeinsames Essen etwas Schönes sein kann und dass familiäre Herkunft nicht den Bildungserfolg bestimmen muss. Die Stadtdiakonie erhält vom Spendenparlament 5.520€ als Unterstützung.

Besuchsbericht „Lernen mit leerem Bauch? – geht nicht!“

 

 

 

Projekte 2011

„Kochen mit Kindern“ – Austausch zwischen SchülerInnen und AslywerberInnen
Träger: Verein KAMA
2011_Spendenparlament_Preis_Kama_webDer Verein „KAMA“ entstand 2007 aus einem FH-Projekt von engagierten Sozialarbeiterinnen, um die Situation von AsylwerberInnen durch aktive Einbindung in das Leben in Wien zu erleichtern. Sie bekommen die Chance, Kurse zu Themen anzubieten, die ihren Kompetenzen und Begabungen entsprechen, derzeit vor allem Sprach-, Koch-, Trommel- und Afro-Tanz-Kurse. Die KursteilnehmerInnen bezahlen die Selbstkosten (bei Kochkursen z.B. den Einkauf), und sie können darüber hinaus den KursleiterInnen eine Spende geben. Teilnehmen können sowohl ÖsterreicherInnen als auch AsylwerberInnen. Es gibt ein Administrationsbüro im 1. Bezirk, wo auch einige Kochkurse stattfinden. Andere Kursorte sind das Amerlinghaus, das WUK, Privatwohnungen oder Schulen. Beworben werden die Kurse über die Homepage sowie durch persönliche Kontakte. Die KursleiterInnen werden über Kontakte zu Flüchtlingsheimen angeworben. 20 ehrenamtliche MitarbeiterInnen organisieren die Aktivitäten.
Es werden auch Projekttage und Kochkurse mit Schulklassen durchgeführt. Dabei erfahren die SchülerInnen in persönlichem Kontakt mit den KursleiterInnen viel über die Situation von Flüchtlingen in Österreich und die Lebensbedingungen in verschiedenen Ländern. Das Interesse an diesen Aktivitäten ist groß, daher sollen sie ausgeweitet werden.
Ein afghanischer Asylwerber, Herr Shakib, der schon seit 10 Jahren in Österreich lebt, erzählt, wie wichtig für ihn die Mitarbeit bei KAMA ist. Zur Untätigkeit verurteilte Menschen können hier ihre Talente entfalten, was ihr Selbstwertgefühl hebt. Die AsylwerberInnen dürfen in Österreich nicht arbeiten und daher auch nichts verdienen. Wichtiger als Geld ist aber die Möglichkeit zu Kontakten mit anderen Menschen.
KAMA ist auf der Suche nach einer kindgerechten Küche, um nicht von Schulküchen abhängig zu sein. Die Unterstützung durch das Wiener Spendenparlament  soll unter anderem für die Anmietung verwendet werden. Unterstützung: € 2.740

Besuchsbericht „KAMA“

 

 

Tuwas!-Pass
Träger: Verein „Bewegungshunger”
2011_Spendenparlament_Spende_TuWasPass_DSC_0672_webDie Mitglieder des Vereins haben Erfahrungen im Gesundheitsprojekt „WÜST – Würde statt Stress” Erfahrung gesammelt, sind teilweise selbst Erwerbsarbeitslose und bestens mit Arbeitsloseninitiativen vernetzt.
Dieses Projekt hat in Anlehnung an den Kulturpass zum Ziel, Menschen mit einem Monatseinkommen unter 900,- Euro den kostenlosen Zugang zu sportlicher Betätigung zu ermöglichen. Bewegungs-, Fitness- und Sport-bezogene Angebote in Vereinen, privaten und öffentlichen Sportstätten, sowie Sportveranstaltungen werden zugänglich gemacht. Auf diese Art sollen Selbstbewusstsein, soziale Integration, körperliche und psychische Gesundheit von armutsbetroffenen und erwerbsarbeitslosen Menschen in Wien gefördert werden. Unterstützung: € 1. 640,–

Besuchsbericht „Tuwas“

 

 

2011_Projekt_Wiener_Lerntafel_01DSCN2694_webWiener Lerntafel
Die WIENER LERNTAFEL ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, Schulkindern im Alter von 6 bis 14 Jahren, – ausschließlich aus finanziell bzw. sozial benachteiligten Familien -, kostenlose Lernhilfe anzubieten.
Derzeit werden rund 130 Kinder im Standort des Vereins im Gasometer Turm C individuell betreut. Neben Lerneinheiten durch ehrenamtliche Mitarbeiter will die WIENER LERNTAFEL auch bei psychischen Problemen helfen, daher arbeitet der Verein mit verschiedenen sozialen und psychotherapeutischen Einrichtungen zusammen. Es werden ca. 600 LERNHILFE-Einheiten pro Monat angeboten; der Bedarf steigt. Unterstützung: € 2.540,– für Bürobedarf

Besuchsbericht „Lerntafel“

 

 

Projekte 2010

 

2011_Projekt_haus_abraham_webStärkung psychischer Ressourcen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge
Träger: Verein Don Bosco Flüchtlingswerk Austria
Die jungen Flüchtlinge, die im Haus Abraham wohnen, bringen oft großes Potential mit, sind aber durch Erlebnisse in ihrer Heimat und während der Flucht vielfach traumatisiert. Um ihre eigenen Ressourcen wieder nutzen zu können, brauchen sie therapeutische Unterstützung. Die dafür nötigen DolmetscherInnen (sie kommen aus diversen sozialen Einrichtungen) müssen bezahlt werden.
Außerdem werden Aktivitäten angeboten, die das Selbstvertrauen und die Lebensfreude stärken sollen, wie z.B. der Besuch in einem Hochseilklettergarten, ein Nachmittag mit einer Erlebnispädagogin, ein Musikworkshop. Unterstützung: € 3.940

Besuchsbericht „Haus Abraham“

 

 

2011_Spendenparlament_Uebergabe_Socius_DSC_0668_webProjekt „Ladehilfe“
Träger: Verein SOCIUS
Der 2010 gegründete Selbsthilfeverein bereitet gebrauchte Computer auf und stellt sie Bedürftigen zur Verfügung. Er organisiert in Zusammenarbeit mit IKEA auch Ladehilfsdienste. Unterstützung: € 2.470,– für die Anschaffung eines gebrauchten Lieferwagens.

Besuchsbericht „Socius“

 

 

Psychologische Intensivbetreuung für Kinder und Jugendliche
Träger: Verein Projekt Integrationshaus
Das Integrationshaus hat 20 Plätze für unbegleitete Flüchtlinge im Alter von 6 – 16 Jahren aus neun Ländern. Derzeit gibt es 22 Kinder mit posttraumatischen Belastungen und Störungen des Sozialverhaltens, die behandelt werden müssen. Es ist dies eine Voraussetzung für Integration und eine Prävention gegen eventuelle spätere Drogenprobleme oder ein mögliches Abgleiten in Kriminalität. Es werden Gruppenbetreuung (Mädchen und Buben getrennt) und Spielgruppen, sowie Einzelbetreuung nach individiuellem Bedürfnis angeboten. Das Integrationshaus bietet außerdem 3 Stunden pro Woche ein offenes Büro, einmal im Monat eine Freizeitaktivität, Schulkontakte, Lernhilfe (durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen) und Unterstützung überforderter Alleinerzieherinnen an. Da die Kinder in die Schule gehen und Deutsch können, ist für ihre Betreuung keine DolmetscherIn notwendig. Das Integrationshaus möchte diese Betreuung der Kinder und Jugendlichen auf keinen Fall aufgeben und benötigt dafür die finanzielle Unterstützung des Wiener Spendenparlaments. Unterstützung: € 3.850,–

Besuchsbericht „Integrationshaus“

 

 

Gesundheit für wohnungslose Frauen in Wien
Träger: Frauengesundheitszentrum FEM
An drei Fallbeispielen stellt FEM dar, wie Frauen in Wohnungslosigkeit geraten und in der Folge gesundheitliche Probleme bekommen. Jährlich sind das ca. 300 Frauen. Je länger sie wohnungslos sind, desto schlechter wird ihr Gesundheitszustand. Obwohl diese Frauen versichert sind, nützen sie die Sozial- und Gesundheitseinrichtungen aus verschiedensten Gründen nicht, zumeist ist es mangelndes Selbstwertgefühl und Vertrauen. Hier setzt FEM ein mit Betreuung, Stärkung und begleitet diese Frauen zu Untersuchungen und Behandlungen.
FEM arbeitet derzeit in 14 Einrichtungen für wohnungslose Frauen und möchte sie auf fünf weitere Einrichtungen ausweiten. Mit € 1000,– können ca. 50 Frauen in einem Haus ein Jahr lang betreut werden.
Unterstützung: € 3.470,–

Besuchsbericht „Gesundheit für wohnungslose Frauen“

 

 

Social Assistance Service
Träger: Verein „Hunger auf Kunst und Kultur“
BesitzerInnen des Kulturpasses sind oft in Folge einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung nicht in der Lage, diesen zu benutzen und benötigen eine Begleitung, um am kulturellen Leben teilnehmen zu können.
Mit der Förderung durch das Wiener Spendenparlament soll die individuelle Begleitung, insbesondere von Personen mit psychischen Problemen, zu einer kulturellen Veranstaltung ermöglicht werden. Unterstützung: € 2.280,–

Besuchsbericht „Social Assistance Service“