Projekte 2009

Der erste Schritt
Träger: Verein „Im.Ausland“
Der Trägerverein „Im.Ausland“ wurde 2006 von zwei engagierten SozialarbeiterInnen gegründet, die seither auf ehrenamtlicher Basis engagierte Beratungsarbeit vor allem für Roma und serbische ZuwanderInnen sowie AsylwerberInnen anbieten. Durch das Projekt soll besonders die Erstberatung gefördert werden: Informationen zum Umgang mit Behörden, Erklärung des österreichischen Systems, Rechtsberatung und Hilfe zur Alphabetisierung sind dabei die Schwerpunkte. Die Beratung findet in Kooperation mit der Pfarre „Maria vom Siege“ in deren Räumlichkeiten im 15. Bezirk statt. Dadurch kommen viele Menschen, die von der Bahnhofsmission des Westbahnhofs geschickt werden. Für sie ist dies tatsächlich der erste Schritt in ein neues Leben in Österreich. Die Nachfrage ist sehr groß und daher soll der MitarbeiterInnenkreis erweitert werden und die Beratungsarbeit zum Teil auch bezahlt werden. Unterstützung: € 3.940,– für Beschaffung von verloren gegangenen Dokumenten für AsylwerberInnen, Materialien für Gruppenarbeit, Honorare für Beratungsarbeit.

Besuchsbericht „Der erste Schritt“

 

 

„Erste Hilfe für Arbeitslose“
Träger: Verein Media Austria
Der Verein Media Austria konzentriert sich auf die Beratung von Erwerbsarbeitslosen. Zu diesem Zweck soll nun ein Folder namens „Erste Hilfe für Arbeitslose“ entstehen, in dem Rechte und Pflichten Arbeitssuchender aufgezeichnet werden. Weiters soll dieser Formulare und Musterbriefe für den Umgang mit dem AMS enthalten. In Ergänzung wird die Homepage arbeitslosennetz.org komplett überarbeitet.
Unterstützung: € 2.780,– Druckkosten für den Folder.

 

 

Quartier 10
Träger: Daniel Zimmermann (im Prozess der Vereinsbildung)
Daniel Zimmermann ist Sozialarbeiter und Mediator. Seine Privatinitiative zur Gründung einer Wohngemeinschaft für Obdachlose basiert auf der Kenntnis von Situation und Bedürfnissen von Wohnungslosen sowie dem eigenen Bedürfnis, dass Privatbesitz an einer Anlagewohnung einen sozialen Mehrwert haben soll. Zielgruppe sind wohnungslose Menschen in Armut, die aus persönlichen, lebensgeschichtlichen und psychischen Gründen weder in die großen Wohnungslosenheime gehen würden, noch in die Obdachlosen–Schlafstellen. Die Wohngemeinschaft ist eine Übergangslösung zu selbständigeren Wohnformen und bietet sozialtherapeutische Begleitung und gesellschaftliche Einbindung. Mit definierten Hausregeln und einer Nutzungsvereinbarung hat das Projekt transparente und klare Strukturen, die leicht replizierbar sind. Die Förderung soll verwendet werden, um den BewohnerInnen eine bessere Integration zu ermöglichen durch Erwerb eines Führerscheins, Wifi Weiterbildungskurse, VHS Koch- und Freizeitkurse. Unterstützung: € 2.720,– für finanzielle Unterstützung der BewohnerInnen für Weiterbildungskurse.

Besuchsbericht „Quartier 10“

 

 

Bewusstseinsbildung zum Thema Integration
Träger: Verein „Talent: Mensch sein“
Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind oder ihr Land aus Sicherheitsgründen verlassen müssen, werden in den meisten aufnehmenden Ländern als „Problem“ wahrgenommen, das es möglichst zu verdrängen bzw. zu beseitigen gilt. Die Betroffenen werden also anonymisiert und als homogene Masse wahrgenommen und nicht als Individuen, mit persönlicher Geschichte, eigenem Lebensweg und bestimmten Träumen für ihre Zukunft. Mit diesem Projekt soll mit künstlerischen Mitteln ausgedrückt werden, dass es hier in Wien Menschen gibt, welche die Vielfalt der Menschen als Chance und Bereicherung sehen und die bereit sind, sich auf Neues einzulassen. Unterstützung: € 2.940,– für Materialkosten für Präsentationen bei öffentlichen Veranstaltungen, Produktionskosten für einen Kalender.

Besuchsbericht „Talent: Mensch sein“

 

 

Aktion Schulanfang: Arme Eltern – schlechte Chancen?
Träger: Stadtdiakonie Wien
100.000 Kinder in Österreich leben in Armut. Das bedeutet, dass sie in äußerst beengten Verhältnissen leben, keinen eigenen Platz zum Lernen haben und die Wohnungen nicht angemessen warm gehalten werden. Dazu kommt, dass für viele Familien, insbesondere für AlleinerzieherInnen, die Beträge, die der Schulanfang abverlangt, kaum noch zu bestreiten sind. Es fehlt aber auch an Geld für die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen oder für spezielle Förderung. Das alles führt zu sozialer Diskriminierung und Minderung der Bildungschancen. Die finanzielle Starthilfe der Aktion Schulanfang will erreichen, dass Kinder einkommensschwacher Familien bzw. AlleinerzieherInnen zu Schulbeginn eine angemessene Basisausstattung erhalten. Die Aktion soll einen Beitrag dazu leisten, dass die familiäre Herkunft nicht den Bildungserfolg bestimmt und Kinder nicht ausgegrenzt, sondern gefördert und unterstützt werden. Mit dem Ansuchen an das Wiener Spendenparlament soll eine weitergehende individuelle Hilfe im Laufe des Schuljahres gesichert werden. Unterstützung: € 3.660,–

Besuchsbericht „Aktion Schulanfang“

 

 

 

Projekte 2008

Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen
TRÄGER: Selbsthilfegruppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Inhalte und Zielgruppe: Kochgruppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Herr Gach leitet als Betroffener die Selbsthilfegruppe. Er berichtet, welche stabilisierende Wirkung das gemeinsame Kochen auf die Mitglieder hat. „Wenn ich (damals) nicht in das Zentrum gekommen wäre, würde meine Adresse heute nicht Barnabitengasse 4 sondern 14 („Die Gruft“) sein.“  Unterstützung: Für die laufenden Ausgaben erhält die Gruppe 1.960 Euro.

Besuchsbericht „Selbsthilfegruppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen“

 

 

Hilfe für Wohnungslose (Notschlafstelle VinziBett)
TRÄGER: Vinzenzgemeinschaft
Unterstützung: 1.880 Euro. Außerdem eine Möbelspende eines Mitglieds des Wiener Spendenparlaments.

Besuchsbericht „VinziBett“

 

 

Hilfe gegen Jugendarbeitslosigkeit (space!lab)
TRÄGER: WUK
Inhalte und Zielgruppe: Spacelab ist ein arbeitsmarktpolitisches Projekt des WUK und der Volkshilfe Beschäftigung (VHB) für Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren. Es soll in einem 3-Phasenprogramm, das 6 Monate dauert, einen Bildungsprozess in Gang setzen, der einen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Nach einer Einstiegsphase (Kommunikations-und Bewegungstraining, Berufsorientierung) und einem Arbeitstraining in den Werkstätten des WUK folgt die Phase der Beschäftigung (z.B. Sanierungen im KHM, einem Jugendzentrum, Grünraumarbeit etc.). Auch eine Nachbetreuung wird angeboten.
Unterstützung: € 1990,– für ein Startpaket mit Rucksack, Dokumentenmappe, Stadtplan, Wecker

Besuchsbericht „space!lab“

 

 

Begleitung von Menschen mit psychischer Erkrankung
Träger: ARGE MIK
ARGE-MIK ist ein mobiler Hilfsdienst. Er kommt über Einrichtungen wie Gruft oder über Ambulatorien zu den KlientInnen. Viele haben SachwalterInnen, sind häufig Menschen ohne soziales Netz, die selbst nicht imstande sind, die nötigen Schritte zu tun, um z. B. zu Notstandshilfe, Pflegegeld, Unterkunft …zu kommmen. Bis diese Schritte erledigt sind, sorgt ARGE-MIK für Überbrückungshilfe. Unterstützung: € 1.990,–

Besuchsbericht „ARGE MIK“

 

 

2008_Schmetterling_Fußball_Dress_webFußball mit Flüchtlingen
Träger: Verein Schmetterling
Frau Omoregie, die Initiatorin des Projekts, hat bisher vieles an Ausrüstung aus eigener Tasche bezahlt. Einer der afrikanischen Trainer berichtet von diskriminierendem Verhalten seitens anderer Teams. Die „Schmetterlinge“ wurden schon von diversen Plätzen weggeekelt. Fußball ist eine wichtige Möglichkeit der Begegnung und dient auch dem Stress- und Aggressionsabbau. Unterstützung: € 2.250,– für Platzgebühren, Material

Besuchsbericht „Fußball mit Flüchtlingen“

 

 

 

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Träger: Verein Regenbogen
Das Regenbogenhaus ist ein psychosoziales Tageszentrum, das verschiedene Aktivitäten anbietet (Theatergruppe, Werkstatt etc.). Der niederschwellige Zugang zu dieser Einrichtung macht ihren großen Erfolg aus. Unterstützung: € 1.910,– für Glasüberdachung eines Teils der Terrasse.

Besuchsbericht „Verein Regenbogen“

 

 

Projekte 2007

 

Voneinander Lernen
Träger: Ehe ohne Grenzen
Die Initiative sieht sich als Drehscheibe für binationale Familien und Lebensgemeinschaften, die vom Wissen, Engagement und der Erfahrung ihrer Mitglieder lebt und daran wächst. Menschen aus allen sozialen Schichten, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und aus verschiedensten Herkunftsländern machen ihren Willen zum Zusammenleben in Österreich sichtbar und werden öffentlich wahrnehmbar. Um die Situation verbessern zu können, plant die Initiative „Ehe ohne Grenzen“ eine Vortragsreihe, in deren Rahmen die „betroffenen“ Drittstaatsangehörigen gemeinsam mit bereits niedergelassenen MigrantInnen 6 Abende zu einem bestimmten Thema gestalten. TeilnehmerInnen und Vortragende sollen ihr Wissen teilen und durch Austausch erweitern, um sich im „System Österreich“ besser zurechtfinden zu können. Sowohl die Vortragenden als auch die TeilnehmerInnen sollen die Möglichkeit zur gegenseitigen Vernetzung bekommen, das Wissen erhalten, wie sie ihre Zukunft in Österreich planen können. Unterstützung: € 1.876,– Finanzierung einer Halbtagskraft

Besuchsbericht „Ehe ohne Grenzen“

 

 

Jugend-Fußball
Träger: Heilsarmee
Es gibt eine große Not unter Jugendlichen ohne Arbeit und ohne zu Hause, mit ihrer Freizeit etwas Sinnvolles anzufangen. Daher soll ein regelmäßiges Fußballteam mit Jugendlichen von der Straße aufgebaut werden. Kontakt gibt es jetzt schon über Streetwork am Karlsplatz. Ein Angebot an benachteiligte Jugendliche auch im Hinblick auf die EM 2008. Das wöchentliche Fußballtrainingsangebote und regelmäßige Turniere sind eine Möglichkeit, Jugendliche von der Straße zu holen. Das Angebot gilt für alle, aber besonders für Flüchtlinge und sozial benachteiligte Jugendliche. Unterstützung: € 1.980,– für Hallenmiete und Personalkosten

Besuchsbericht „Jugendfußball“

 

 

Pflegegeldassistenz
Träger: Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehbehinderten
Alte blinde bzw. hochgradig sehbehinderte Menschen haben oft keinen Zugang zu diagnosebezogenem Pflegegeld, weil sie nicht über die entsprechenden Informationen verfügen und es keine adäquaten Beratungsstellen gibt. Die Nichtinanspruchnahme des Pflegegeldes bedeutet das Fehlen einer wichtigen finanziellen Unterstützung, was letztlich das Armutsrisiko erhöht und den Zugang zu Pflegeleistungen aber auch zu spezifischen Sehhilfen erschwert. Die Bereitstellung einer ganztägigen „Pflegegeldassistenz“ würde es ermöglichen, eine höhere Anzahl blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen zu informieren, bei Pflegegeldanträgen zu unterstützen und vor Gericht ihre Interessen zu vertreten. Unterstützung: € 1.465,– für Rechtsberatung

Besuchsbericht „Hilfsgemeinschaft der Blinden“

 

 

Hilfe für Erwerbsarbeitslose
Träger: AMSand
Jede Einstellung des Leistungsbezuges von Erwerbsarbeitslosen verschärft ihre ohnehin prekäre Einkommenssituation und gefährdet die Existenz der Betroffenen. D.h. mitunter wissen die Betroffenen nicht, wovon sie ihren Lebensunterhalt bestreiten, ihre Kinder ernähren, ihre Stromrechnung oder Miete bezahlen sollen. Nicht selten muss eine RechtsanwältIn zur Führung eines Verfahrens in Anspruch genommen werden. Diese Inanspruchnahme der RechtsexpertIn erfordert allerdings den vorläufigen Einsatz von 180 Euro. Eine Summe, die für die oftmals verarmten, von Bezugseinstellungen betroffenen Arbeitslosen schwer aufzubringen ist. Hier wird ein Spendenfonds benötigt, um den Bedrängten die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen zu können und ihnen so zur Durchsetzung ihres Rechts zu verhelfen. Unterstützung: 1.388,– für Rechtsberatung, Internet-Zugänge für Ehrenamtliche und eine Informations-Broschüre.

Besuchsbericht „Arbeitsloseninitiative AMSand“

 

 

Kost Nix Laden
Träger: Gruppe W.E.G.

Im Kost-Nix-Laden können Sachen, die nicht mehr gebraucht werden, die aber noch einwandfrei funktionieren, vorbeigebracht werden. Kleidung, Geschirr und Bücher gibt es ohne Ende, aber auch Spiele, elektrische Geräte und vieles mehr hat bisher seinen Weg in den Laden gefunden. Diese Sachen können andere Menschen ohne Gegenleistung abholen. Stammpublikum des Projekts sind ca. 200 Personen, für die der Laden auch ein sozialer Treffpunkt ist. Für LadenbesucherInnen gibt es einen Kaffee und jedeR kann sich pro Tag drei Dinge kostenlose mitnehmen. Das Projekt wird vor allem von Leuten aus der Nachbarschaft genützt, besonders MigrantInnen, arbeitslose Personen vom nahegelegenen AMS, PensionistInnen und Armutsgefährdeten aus den Sozialberatungsstellen der Caritas. Unterstützung: € 2005,– für Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten

Besuchsbericht „Kost Nix Laden“

 

 

Beatrice Achaleke (AFRA)

Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Träger: AFRA – International Center for Black Women`s Perspektive
MigrantInnen im Allgemeinen und schwarze Frauen im Besonderen gehören zu jenen Minderheiten, die auf dem Weg zu ökonomischer Unabhängigkeit noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen haben. Trotz vieler Bemühungen und Diskussionen sind schwarze Frauen und Kinder multiplen Diskriminierungen ausgesetzt. Sie werden in ihren Lebenschancen beschnitten, da ihnen am Arbeitsmarkt häufig Kompetenzen abgesprochen und sie in minder qualifizierte Arbeitsverhältnisse gedrängt werden. Geplant ist eine Videodokumentation über schwarze Frauen mit Kindern in Wien. Anhand von konkreten Beispielen soll das brachliegende Potential, die prekäre Lage von gebildeten und ausgebildeten Frauen ohne Zugang zum Arbeitsmarkt dokumentiert werden. Das Projekt will, dass Betroffene aus der „Opferrolle“ heraustreten, indem sie ihre Situation beschreiben und damit zur Aufklärung wie zu Lösungsmöglichkeiten beitragen. Unterstützung: € 2.160,– für Materialkosten und Betreuung

Besuchsbericht „AFRA“

 

 

Mitreden. – Medientraining
Träger: M-Media
Wir nehmen unsere Welt zu einem sehr großen Teil medial vermittelt wahr. Die Berichterstattung über MigrantInnen, die in Österreich leben, kann in zwei Extremen zusammengefasst werden: Einerseits sind sie Opfer von Ausbeutung, Unterdrückung, Gewalt und Diskriminierung. Andererseits gelten sie aber als Kriminelle, als Täter und Sozialschmarotzer und sehr oft als illegal und unerwünscht in Österreich Lebende. Ein Großteil der MigrantInnen, die in Österreich ganz normal leben, wird medial ausgeklammert, da über sie kaum berichtet wird. Beispiele dafür sind erfolgreiche Geschäftsleute, KünstlerInnen oder SportlerInnen aber auch TV ModeratorInnen.
M-MEDIA wurde gegründet, um eine Brücke zwischen österreichischen Mainstream-Medien und MigrantInnen, den MigrantInnen-Communities und deren Medien in Österreich herzustellen. M-Media ist eine Selbstorganisation von MigrantInnen, die ihre Darstellung in den Mainstream Medien selbst gestalten wollen. Unterstützung: € 2.160,– für die Anschaffung von PCs

Besuchsbericht „M-Media“

 

 

Projekte 2006

Aktion Lattenrost: Nothilfe für Alleinerziehende
Träger: Kontaktstelle für Alleinerziehende der Diözese Wien
Die Aktion Lattenrost unterstützt in Not geratene Frauen, vor allem Alleinerzieherinnen, die aufgrund der Trennung oder der Entscheidung zum Kind in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind und die bereits die sozialen Netze ausgeschöpft haben. Die Kontaktstelle für Alleinerziehende führt Sozialberatungen für Alleinerzieherinnen durch und erstellt einen Sozialbericht nach folgenden Kriterien: Familienstand, Größe, Wohnsituation, (mögl.) Erwerbstätigkeit, Einkommen und Ausgaben der Familie, Alimente für Kinder, Mietrückstände, Schulden, welche Möglichkeiten wurden noch nicht ausgeschöpft (Beihilfen, Alleinerzieherabsetzbetrag, Ratenzahlungen…) Danach stellt die Kontaktstelle für Alleinerziehende einen Antrag um Unterstützung an die Aktion Lattenrost.
Um drohende Delogierungen abzuwenden, werden einmalig Mietrückstände übernommen. In manchen Fällen werden Lebensmittelgutscheine vergeben. Derzeit gibt es – aufgrund der Streichung der wirtschaftlichen Hilfen des Amtes für Jugend und Familie – weitaus mehr Anfragen an die Sozialberatung als Geld im Topf der Aktion Lattenrost ist. Derzeit ist er leer. Unterstützung: € 2.700,–

Besuchsbericht „Lattenrost“

 

 

Atelier für Menschen mit psychischer Erkrankung
Träger: SozialKunstRaum Sonnensegel/pro mente wien
Ausgehend von einem Atelierbetrieb für psychisch erkrankte KünstlerInnen gründete pro mente Wien den SozialKunstRaum Sonnensegel, um einen Platz in Wien zu schaffen, der auch anderen Initiativen zur Unterstützung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit bietet, sich zu treffen oder spezielle Angebote zu nutzen. Der Atelierbetrieb bietet KünstlerInnenn, die durch psychische Erkrankungen ihren Alltag nicht mehr bewältigen konnten, die Möglichkeit in einem freien Atelier zu arbeiten. Mit der Intention, die KünstlerInnen in ihrem Tun zu fördern, versucht das Sonnensegel den künstlerischen Prozess wieder zu beleben. Viele sind über lange Zeit arbeitslos oder leben auch bedingt durch ihre Krankheit an der Armutsgrenze. Einige KünstlerInnen haben zusätzlich zu ihren psychischen Erkrankungen auch Suchtprobleme, die im Prozess der Entwicklung auch veränderbar werden. In den weiteren Räumlichkeiten arbeiten verschiedenste Gruppen. Unterstützung: € 2.120,– für Material für die künstlerische Tätigkeit

 

 

Medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung
Träger: Verein AmberMed
AmberMed bietet Kranken ohne Krankenversicherung Hilfe. Die Angebote umfassen eine ambulante medizinische Versorgung, Diabetes-Betreuung, gynäkologische Untersuchung, kinderfachärztliche Versorgung, neurologische Beratung, klinisch-psychologische Untersuchungen. Bei AmberMed arbeiten derzeit ehrenamtlich ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen, KrankenpflegerInnern und DolmetscherInnen. AmberMed will einen niederschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichen. Eine unterstützende Sozialberatung hilft Ressourcen und Netze zu aktivieren. Der Name AMBER wurde aus AMbulanz und BERatung zusammengesetzt. Unterstützung: € 3.240,– für medizinisches Zubehör und Dolmetschkosten

 

 

Wohngemeinschaften für Obdachlose
Träger: Verein Effata
Der Verein Effata betreut Wohngemeinschaften für Obdachlose, Arbeitsprojekte und ein Cafe als sozialen Treffpunkt. Fünf Kleinwohnungen und eine Großwohnung bieten bis zu 20 Personen Unterkunft. Effata hat sich zum Ziel gesetzt, spezifischen Randgruppen unserer Gesellschaft aktive, niederschwellige Hilfe anzubieten. Der Verein ist behilflich bei der Arbeits- und Wohnungssuche, bei Behördenangelegenheiten, in Rechtsfragen, bei der Schuldenklärung, bei Alkohol- und psychischen Problemen. Betreut werden Obdachlose, Arbeitslose, Alkohol- und Drogenkranke nach Entzug, psychisch und physisch Behinderte und zunehmend Flüchtlinge. Die Großwohnung mit je sieben versperrbaren Zimmern, Bad und Gemeinschaftsküche braucht dringend eine Generalsanierung.
Das Cafe Sozial dient als Ess-, Spiel- und Fernsehzimmer. Täglich werden von den BewohnerInnen warme Speisen zum Selbstkostenpreis gekocht, am Abend gibt es immer ein Gratisessen. Unterstützung: € 2.505,– für die Sanierung der Großwohnung.

 

 

 

 

Projekte 2005

Begleitung Aids-Kranker
Träger: Buddy Verein
Der Buddy-Verein wurde 1993 als Reaktion auf die steigende Anzahl von an AIDS erkrankten und daran verstorbenen Personen in Wien gegründet. Sogenannte „Buddies“ verstehen sich als emotionale BegleiterInnen der jeweiligen KlientInnen, oft über Jahre hinweg. Die KlientInnen werden im Durchschnitt einmal pro Woche in der jeweiligen Krankenstation oder zu Hause aufgesucht. Erlaubt es das Krankheitsbild, werden Ausflüge, Kinobesuche u. ä. unternommen. Die Betreuung wird oftmals durch den Tod beendet. Diese Tätigkeit setzt eine hohe psychische Belastbarkeit, sowie die Fähigkeit zur Empathie voraus und wird meist von MitarbeiterInnen ausgeführt, die über die dafür notwendige Lebenserfahrung verfügen, also kaum jünger als 25 Jahre sind. Der Verein betrachtet es als seine Aufgabe, diesen MitarbeiterInnen zwei Mal pro Monat die Möglichkeit zur Supervision zu bieten. Denn gerade in schwierigen Lebensphasen der KlientInnen kann es vorkommen, dass auch der „Buddy“ an die Grenzen seiner Belastbarkeit stößt.

 

 

Flüchtlinge stellen ihren Lebensalltag dar – Public Eye
Träger: SOS-Mitmensch
Flüchtlinge kommen in den Medien meist negativ vor. Auch gibt es kaum MigrantInnen, die als JournalistInnen in Zeitungen und Fernsehen tätig sind. Unter Anleitung eines ExpertInnen-Boards erarbeitet eine Gruppe von sieben bis zwölf Flüchtlingen bis zu drei Kurzfilme zu jeweils einem Thema, das für den Alltag der Flüchtlinge relevant ist. Die Filme sollen eine Länge von 10 Minuten nicht übersteigen, um möglichst niederschwellig arbeiten zu können. Das Board dient als reflektierende Unterstützung in fachlichen Fragen. Dazu zählen die Vermittlung von technischem Know-how und journalistischen Grundbegriffen, die Selbstorganisation der Redaktion und die Schnittstelle zu „VerlegerInnen“. In der Hauptprojektphase werden wochen- oder tagesaktuelle Kurzberichte und künstlerische bzw. kabarettistische Beiträge zu den Themen produziert, die von der Redaktionsgruppe selbst ausgesucht werden. Idealerweise decken sich die Themen mit menschenrechtlich relevanten und aktuell brisanten Fragen. Diese werden dann verschiedenen „VerlegerInnen“ zur Verwertung überlassen. Das können Internet-Plattformen wie Kanal B oder UTV sein oder Sender wie Community TV und Puls TV. Film als Medium der Menschenrechtsarbeit gewinnt an Bedeutung. So stattet die Organisation „witness“, welche vom Musiker Peter Gabriel gegründet wurde, MenschenrechtsaktivistInnen mit Kameras aus und trainiert sie im Umgang damit.

 

 

Rechtsvertretung und Rechtsbeistand für Frauen
Träger: Verein Frauen-Rechtschutz
Ziel des Vereins ist es, Frauen und Kindern in finanziellen Notlagen den Zugang zum Rechtssystem zu erleichtern. Gerade in schwierigen Lebenssituationen können sich viele Frauen keine adäquate Rechtsvertretung leisten, weil sie kein oder nur ein geringes Einkommen und außerdem oft Unterhaltsverpflichtungen für minderjährige Kinder haben. Sie müssen daher auf die ihnen zustehenden Rechte verzichten. Die gerichtliche Verfahrenshilfe wird nicht immer gewährt, ist in manchen Verfahrensarten gesetzlich nicht vorgesehen oder ist unzulänglich. Darüber hinaus sollen in Fällen, in welchen die Rechtsordnung oder die Rechtssprechung nachteilige Auswirkungen für Frauen zeitigen, „Musterverfahren“ unterstützt werden, um generelle Rechtsfragen für mehrere gleich gelagerte Fälle zufriedenstellend zu lösen. Bei erfolgreichem Abschluss eines Verfahrens geht das vorgestreckte Geld wieder an den Verein zurück.
Der Verein „Frauen-Rechtsschutz“ setzt sich zusammen aus fachkundigen Frauen aus der sozialarbeiterischen und juristischen Praxis und Theorie. Die Unterstützung der Frauen und Kinder erfolgt durch Abschluss eines Fördervertrages zwischen dem Verein und dem Rechtssuchenden. Im Jahr 2004 wurden 24 Frauen unterstützt.

 

 

Deutschkurs für Flüchtlinge
Träger: Deserteurs- und Flüchtlingsberatung
Die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung bietet seit dem Jahr 2000 kostenlose Deutschkurse an. Initiiert wurden diese für Menschen, die sonst keinerlei Möglichkeit hätten, einen Deutschkurs zu besuchen. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist der Bedarf an diesen Kursen laufend gestiegen, ein neuer Kursstart wäre angesichts der vielen InteressentInnen bereits wünschenswert, allerdings bewegt sich die Organisation schon jetzt an der Grenze ihrer Kapazitäten. Derzeit finden in der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung sechs Kurse zu jeweils zwei Wochenstunden statt. Diese werden von fünf Lehrerinnen geleitet. Die Kurse reichen von einem AnfängerInnenkurs und einem Kurs für Frauen mit geringen Vorkenntnissen über zwei Kurse für mäßig Fortgeschrittene bis zu einem zweimal wöchentlich abgehaltenen Kurs für Fortgeschrittene. Derzeit nehmen etwa fünfzig Personen an den Deutschkursen teil.
Die Teilnahme an den Kursen ist gänzlich kostenfrei. Auch die Kopien und Fahrscheine werden von der Deserteursberatung zur Verfügung gestellt. Nur unter diesen Bedingungen können die Flüchtlinge, die mit max. 290 Euro pro Monat für ihren gesamten Lebensunterhalt auskommen müssen, daran teilnehmen.

 

 

Hauptschulabschlusskurs für Jugendliche
Träger: kidsaid
Der Verein kidsaid unterstützt, fördert und begleitet alleinstehende junge Menschen, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind und hier eine neue Zukunft aufbauen wollen. Um für die jungen Menschen niederschwellig erreichbar zu sein, hält der Verein 14-tägig in der wienXtra-jugendinfo Sprechstunden ab. MitarbeiterInnen des Vorstandes stehen dort für Auskünfte und zur Vermittlung diverser Fördermaßnahmen zur Verfügung. Pro Termin kommen 15 bis 20 junge AsylwerberInnen. Es werden Kurs- und Bildungsmaßnahmen vermittelt, Kontakte zu Beratungseinrichtungen hergestellt, sowie Kosten für Ausbildung, Schulmaterial und Fahrten zu den Kursen übernommen. In Notfällen werden auch andere Zuschüsse oder „Darlehen“ gewährt.
Insgesamt betreut der Verein mehr als 100 KlientInnen, von denen die Mehrzahl aus dem afrikanischen Raum kommt. Rund zwei Drittel besuchen Deutschkurse, die übrigen Alphabetisierungs- oder Hauptschulabschlusskurse. Jugendliche, die weiterführende Schulen besuchen, bekommen Fahrtkosten und Schulmaterial ersetzt.