Das gemeinsame Interesse am Thema interkulturelle Verständnisförderung hat Studenten und Studentinnen, darunter viele im ersten Semester, zusammengeführt. Es entstand eine Kerngruppe von 10 Personen, die seitdem konstant geblieben ist.

Wie uns unser Gesprächspartner, Herr Schrittesser, der Kommunikationswissenschaft studiert, erzählt, kam ein spannender Prozess in Gang. Zuerst war daran gedacht, Fotos zu machen, auf denen immer ein Österreicher und ein Nicht-Österreicher zu sehen sein sollten. Dann kam die Idee dazu, Interviews zu machen. Als einer der Interviewten sagte: „Jeder Mensch hat ein Talent“, war auch der Name für die Gruppe gefunden – Talent: Mensch sein.

Es wurden Freunde und Bekannte angesprochen, um sie für das Projekt zu gewinnen. Sie wurden befragt, was sie bei der Begegnung mit Vertretern der jeweils anderen Kultur fühlen und erleben. Es geht um Erfahrungen mit Integration.

Das Resultat dieser Arbeit war dann in der Galerie „Time“ in der Wollzeile 1 zu sehen, wo die großformatigen Fotos und daneben 2-3 Sätze aus den Interviews, sogenannte Kernbotschaften, ausgestellt waren.

Bei der Vernissage sind dann zwei Nicht-Österreicher mit ihren Talenten aufgetreten. Philips aus Nigeria hat eigene Texte gelesen und Billy aus der Mongolei, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, zeigte sein Können in „Beat-Boxen“ (mit dem Stimmapparat wird der Eindruck von Singen mit Schlagzeugbegleitung vermittelt).

Zwei weitere Veranstaltungen fanden in Zusammenarbeit mit „Südwind“ statt.

Außerdem kam ein Projekt mit dem ORF zustande. Das Team führte Gespräche auf einem Markt und in einem Seniorenwohnheim, die vom ORF aufgezeichnet und dann in der Sendung „Am Schauplatz“ ausgestrahlt wurden.

Das Team hat vorerst seine Arbeit abgeschlossen. Da nicht die ganze Unterstützung durch das Wiener Spendenparlament für Material und Veranstaltungskosten aufgebraucht wurde, hat die Gruppe den Rest rücküberwiesen.