Zu Gast in der BASSENA-Küche beim Mittagstisch der Selbsthilfegruppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen (SHG fMisL)

Öffentliche Wasserstellen am Gang gibt es keine in der Siedlung am Schöpfwerk, aber eine  BASSENA. So nennt sich das Stadtteilzentrum, in dem sich unter anderen die Selbsthilfegruppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen trifft. Sie entstand auf Initiative von Betroffenen, nachdem ein von der EU gefördertes Tagesstrukturzentrum, ein befristetes EQUAL-Projekt, ausgelaufen war.

„Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, sind leider oft vom sozialen Leben ausgeschlossen. Kino und andere Freizeitangebote sind teuer, da können manche finanziell nicht mithalten und verbringen ihre Zeit aus Scham allein zu Hause. Gemeinsames Tun und gemeinsam essen ist die Idee, mit der die „SHG fMisL“ hier Abhilfe schaffen möchten.“ (Homepage der BASSENA)

So entstand die Kochgruppe in der BASSENA. Am Dienstag geht es kuliNARRISCH zu, wie Herr Peter Gach, Leiter der Gruppe, es nennt.  Man trifft sich  zum gemeinsamen Einkaufen und Kochen , wobei Wert darauf gelegt wird, schmackhaftes und gesundes Essen herzustellen.

Als wir um 13 Uhr eintreffen, herrscht an der Küchenzeile des großen Raumes rege Geschäftigkeit, mehrere Köche sind dort am Werk. Gegenüber gibt es bequeme Sitzgelegenheiten, die zu einem gemütlichen „Bassenatratsch“ einladen. Im Hintergrund des Raumes befindet sich ein Bazar, wo man vor allem Bekleidung , Hauswäsche, Küchenutensilie finden kann. Drei Sachen dürfen gratis mitgenommen werden.

Bald werden wir zum Essen gebeten, das im nächsten Raum serviert wird. Um einen langen Tisch versammeln sich die Mitglieder der Kochgruppe, das BASSENA-Team, die freiwilligen MitarbeiterInnen des Bazars und die Gäste. Für einen kleinen Beitrag (diesmal 3€), – auch größere werden nicht abgelehnt -, ist hier jeder willkommen, der nicht gerne alleine isst. Eine blinde Frau aus der Kochgruppe leidet unter einer Lebensmittelallergie. Die Köche nehmen darauf selbstverständlich Rücksicht und sie bekommt spezielle Gerichte. Für alle anderen gibt es ein schmackhaftes Tiroler Gröstl (zubereitet vom Tiroler Praktikanten) mit Spiegelei und Salat.  Auch Kaffe und Kuchen stehen bereit.

In zwangloser, familiärer Atmosphäre wird geplaudert, diskutiert, und werden Erfahrungen ausgetauscht. Man spürt, dass sich hier alle wohlfühlen, daher auch das Anliegen, vielleicht einmal sogar täglich gemeinsam zu kochen und zu essen.

Mit der Zuwendung des Wiener Spendenparlaments werden Lebensmittel eingekauft.Wer mehr wissen möchte, kann die homepage der BASSENA besuchen