Ende August sind wir wieder einmal in der Basis Zinnergasse im 11.Bezirk, bekannt unter dem Namen „Macondo“, da hier einst chilenische Flüchtlinge untergebracht waren. Heute leben dort Flüchtlinge aus Syrien, Somalia und Afghanistan, die vom Evangelischen Flüchtlngsdienst betreut werden.

Wir sehen Kinder, die auf Rädern und Rollern herumkurven, ein kleines Mädchen wird in einem Spielzeuggefährt hin- und her geschubst, was ihr sichtlich Spaß macht. Frauen sitzen auf den Bänken und plaudern. Die Atmosphäre wirkt entspannt. Doch die Menschen hier in dieser entlegenen Gegend sind doch sehr isoliert und abgeschnitten von den Möglichkeiten, die Wien bietet.

Ein Workshop-Angebot soll vor allem den Kindern und Jugendlichen Abwechslung und Information bieten. Es reicht vom Science-Fiction Screening, der Präsentation von afrikanischen Büchern und Literatur Workshops bis zu einem Pop-up Planetarium, das wir bei unserem Besuch sehen werden.

Das aufblasbares Zelt steht auf einer Wiese des Geländes und die Astronomin, Dr. Ruth Grützbauch, projiziert mit ihrem Computer den Sternenhimmel auf das Innere des Zelt-Gewölbes. Einzelne Sterne und Planeten werden ausgewählt und können vergrößert werden: die Sonne als Feuerball, der Mond, auf den Meteoriten herabregnen, Saturn mit seinen Ringen. Das Zelt ist voll mit größtenteils kleineren Kindern und es herrscht große „Hallo-Stimmung“, sodass sich Frau Dr.Grützbauch mit ihren Erläuterungen kaum Gehör verschaffen kann. Sie ist aber die Geduld in Person. Wir hoffen, dass doch einige Kinder von der Präsentation beeindruckt waren und sich der große Aufwand mit Antransport und Aufbau gelohnt hat.

Es liegt noch Material über weitere Workshops auf wie zum Beispiel Tanz Improvisation, Yoga, Computer von innen kennen lernen.

Wir sind beeindruckt von der Vielfalt des Angebotes und des persönlichen Einsatzes der Mitarbeiter.

Das Wiener Spendenparlament hat dieses Projekt mt € 3.610,- unterstützt.